Fokusiert | Mehr Konzentration mit Musik

Wie in diesem Artikel berichtet, habe ich mich in den vergangenen Tagen verstärkt mit dem Thema „Konzentrationsmusik“ beschäftigt. Natürlich durften auch meine Schüler direkt einmal testen, was meine Recherchen so gebracht haben.

Probiert es doch mal aus! Kopfhörer auf und dann erst weiterlesen!

Tatsächlich gibt es mehr als nur eine Art von Konzentrationsmusik. Und ja, wie bei vielen Lernmethoden hängt auch diese stark vom Individuum ab. Ich habe zum Beispiel festgestellt, dass meine älteren Schüler oft den Text vermissen („Musik ohne Gesang? Da stimmt doch was nicht!“).
Diesen Schülern habe ich versucht das Ganze mit einer Mischung aus ihrer Lieblingsmusik (leise, damit der Gesang nicht stört) und Alphawellen – diesen merkwürdigen Rauschetönen – schmackhaft zu machen. Das klappte bei einigen etwas besser, andere waren immernoch nicht überzegt.

Aber ich hatte und habe auch nicht vor, meine Schüler von irgendeiner Lernmethode zu überzeugen. Im Gegenteil: Ich interessiere mich sehr für das Thema und teste gerne selbst neue Methoden aus. Meine Schüler dürfen dann selbst entscheiden, ob sie diese dann im Unterricht oder auch außerhalb nutzen möchten.

Wie erwartet fand die klassische Musik aus der Barock-Zeit keinen Anklang bei ihnen. Sehr gut kam die Musik an, die überwiegend die Alphawellen im Vordergrund hatte. Die Schüler berichteten, dass es ihnen vor allem beim Lesen half. Es ist eine andere Art des Lernens, da man sich plötzlich frei von Ablenkungen aus der Umwelt auf genau das fokusieren kann, was nötig ist.

Aber das ist wie bereits erwähnt von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Manche brauchen absolute Stille zum Arbeiten, einige benötigen leises Radio-/ oder Fernsehgedudel, wieder andere springen eben genau auf Alphawellen an.

Tatsächlich hängt es wohl auch davon ab, was genau man lernt oder woran arbeitet, beziehungsweise welche Gehirnhälfte angesprochen werden soll. Eher logisches Denken wie bei Mathematik? Klassische Musik mit schnellem Takt. Kreatives Arbeiten? Ruhige, emotionale Musik.

Für mich waren die vergangenen Tage sehr spannend, da ich selbst auch versucht habe, häufiger mit der Musik zu arbeiten. Einen Unterschied konnte ich vor allem bei Hochphasen, also wenn ich wiklich innerhalb von Zeitraum X ein bestimmtes Maß an Arbeit erledigen musste, erleben.

Interessant ist nach wie vor, dass ich bei meiner Recherche immer Playlists oder Musikstücke mit dem Titel „Für Konzentration und Meditation“, „Zur Entspannung & Konzentration“ u.s.w. fand.
Ich geriet immer wieder ins Stutzen, aber letztendlich macht es durchaus Sinn, denn wie gesagt: ein entspanntes Gehirn kann leichter lernen. Besonders heutzutage, wo wir so unglaublich vielen Reizen ausgesetzt werden und viel Zeit vor Bildschirmen verbringen, ist das mehr als kostbar.

Und, seien wir doch mal ganz ehrlich: es hat doch auch Vorteile, wenn man zwischendurch einfach mal die Augen schließen kann und die Musik auf sich wirken lässt.

Fazit: Grundsätzlich ein absoluter Erfolg, einige meiner Schüler nutzen die Musik nun auch zu Hause. Wieder was dazu gelernt, abseits von englischer Grammatik und unregelmäßigen Verben – so muss das sein!

Weitere Informationen zum Thema findet ihr hier:

Konzentrationsmusik Beispiele

Hintergründe & Tipps zum Lernen/Arbeiten mit Musik

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