Hilfe! Mein Kind will ins Internet!

Für viele Eltern ist es die Horrorvorstellung überhaupt: Ihr kleiner Schützling ist endlich alt genug für ein Smartphone, Tablet oder sogar einen eigenen Computer und betritt die unendlichen Weiten der digitalen Medien.

Von da an wird getouched, geswiped, geliked, und gesnappchatted was das Zeug hält. Einige Eltern fühlen sich selbst noch sehr unsicher auf den digitalen Pfaden – wie sollen sie sich da sicher fühlen, wenn das eigene Kind die ersten Schritte wagt? Nein, viel zu gefährlich und zu unübersichtlich, mein Kind nicht! – oder?

Laut der JIM-Studie besitzen knapp 96% aller Kinder und Jugendlichen im Alter von bis zu 16 Jahren einen PC/Laptop, 87% ein Smartphone und immerhin 20% ein Tablet. Die Zahlen wachsen stetig. Mittlerweile haben auch die Jüngeren schon zumindest ein „normales“ Handy – etwa 48%. Die technischen Geräte werden dabei nicht nur zum Hausaufgaben machen und Lernen benutzt, sondern spielen auch so eine große Rolle im Leben der Kinder und Jugendlichen. Sie sehen fern, verabreden sich mit Freunden, hören Musik, schauen Filme, spielen Spiele u.v.m. Heutzutage können unsere Nachwuchshelden nahezu kaum noch leben ohne Fernseher, Handy oder Spielekonsole.

Und natürlich surfen sie im Internet, warum auch nicht? Schließlich finden sich hier unendlich viele Antworten auf Fragen, tolle Bilder, Videos, spannende Spiele und vieles mehr.

Ein schlichtes „nein“ ist also die falsche Antwort. Dennoch sollte man nicht einfach dem Druck von Außen nachgeben und dem Kind ein Smartphone kaufen, nur weil alle anderen aus der Klasse eins haben. Genausowenig sollte man die Tochter oder den Sohn einfach an den Computer lassen, wenn er oder sie unbedingt im Internet surfen möchte. Zum richtigen Umgang mit Medien gehört einiges dazu und die Kinder sollten dabei auf jeden Fall von Anfang an Schritt für Schritt begleitet werden.

Man braucht allerdings auch keine Angst haben, wenn die Kleinen ihre ersten Schritte in den Mediendschungel tun wollen. Mittlerweile gibt es unzählige Websiten, die speziell für Kinder entwickelt worden sind. Hier findet sich keine gefährliche Werbung sondern nur Inhalte, die die Kleinen auch erreichen sollten.

Zwei Beispiele dafür sind FragFinn und Blinde Kuh. Beide Seiten haben eine Suchmaschine, die alle Suchergebnisse vorfiltert, so dass wirklich nur kindgerechte Seiten erscheinen.

Also: Wenn das eigene Kind oder der Enkel ins Internet möchte, ist dieses Bedürfnis nur nachvollziehbar. Schließlich sind wir alle nahezug 24 Stunden darin unterwegs. Wichtig ist nur, dass man die Kinder nicht vor diesem Abgrund stehen und blind drauf los gehen lässt. Wie in vielen Bereichen der Bildung und Erziehung ist hier die Begleitung beim Überwinden von Hindernissen und Problemen essentiell.

Begleite dein Kind! Schau dich um, wag es!

Kennt ihr noch weitere Internetseiten speziell für Kinder?

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